Pleiten, Pech und Pannen
07. Juli 2008
Reiselust und Sommerfeeling sind genau das Richtige, um die Reiselust der deutschen Urlauber mit wenigen Worten zusammenfassen. Und da in der Regel dem Urlaub bereits Monate vorher entgegen gefiebert wird, will sich auch niemand mit den möglichen Pannen auseinandersetzen. Wenn dann doch einmal etwas schief geht und der Pass mitsamt der Reisekasse verschwindet, ist in der Regel jegliche Urlaubsstimmung verflogen. Wer in solchen Situationen ein paar Tipps mit auf den Weg nimmt, hat es in den Ferien auch nach einem Zwischenfall meist leichter. Ein typisches Beispiel, welches bereits bei der Ankunft für lange Gesichter sorgt, ist der Verlust des Reisegepäcks.
Hier müssen die Urlauber bzw. die Reiseleitung schnell aktiv werden und das Fehlen von Gepäckstücken melden. Anhand einer Registriernummer, die an jeden Koffer und jede Tasche vor dem Einchecken vergeben wird, kann der Weg nachverfolgt werden. Nur ein geringer Teil geht heute wirklich noch für immer verloren. In einem solchen Fall ersetzt die Fluglinie den Verlust, allerdings nur bis zu einem Gesamtwert von 1.700 Euro. Krankheiten fern der Heimat sind immer eine unangenehme Erfahrung, nicht zuletzt weil in einigen Ländern der Besuch des nächsten Arztes einer Abenteuerreise gleicht. Aber auch im europäischen Ausland wartet mitunter eine böse Überraschung, denn Touristen werden unter Umständen als Privatpatienten behandelt.
Werden nach den Ferien die Kosten von der gesetzlichen Kasse eingefordert, wartet meist die nächste Überraschung, da die GKV nur in einem begrenzten Rahmen für Krankheitskosten im Urlaub aufkommt. Vor Reiseantritt sollte deshalb unbedingt der Versicherungsschutz überprüft werden und im Notfall hilft der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung weiter. Gehen dagegen die Reisepapiere verloren, muss der erste Gang zur nächsten Polizeidienststelle und anschließend zu einer deutschen Auslandsvertretung führen, schließlich will man das Urlaubsland irgendwann auch wieder verlassen. Um im Fall eines verlorenen Visums immer noch handlungsfähig zu bleiben, sollten solch wichtig Dokumente kopiert und die Kopie an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Kreditkarten sind in jedem Fall umgehend zu sperren. Wird die Reisekasse vorher in Barvermögen und Buchgeld aufgeteilt, bleiben wenigstens noch einige Reserven übrig.
Via: n-tv.de
Reisewelle zieht nach Süden
07. Juli 2008
Eine neue Studie im Bereich der Touristikbranche hat gezeigt, dass sich ein Teil des Reiseverhaltens der deutschen Urlauber in den letzten Jahren verändert hat. Zwar liegen die beliebtesten Urlaubsziele nach wie vor in der Nähe des Äquators, also eher in den südlichen Gefilden, aber die Dauer der Ferientage ist immer weiter zurückgegangen. Waren noch vor einigen Jahren viele Touristen 10 oder mehr Tage unterwegs, so liegen Reisen von einer Woche heute immer stärker im Trend. Zudem konnten sich einige Länder besonders über Zulauf freuen, wogegen andere zu den großen Verlierern zählten. Zu der letztgenannten Kategorie zählt zum Beispiel Kenia, das unter Unruhen zu leiden hatte und im letzten Jahr seltener gebucht wurde.
Auf der Gewinnerseite stehen dagegen Marokko, einige asiatische Nationen und die USA. Das gerade Nordamerika wieder zulegen konnte, liegt nach Meinung einiger Experten vor allem am niedrigen Dollar-Kurs, der die Kosten eines Urlaubs in dieser Region massiv verbilligt hat und nun so manchen Billigurlaub in Übersee möglich macht. Neben diesen Auffälligkeiten scheint der deutsche Urlauber auch zusehends nach flexiblen Reiseangeboten zu suchen, die immer wieder von herkömmlichen Mustern abweichen. Inzwischen werden Urlaubsmöglichkeiten gesucht, welche von der Arbeitswoche unabhängig geplant werden können.
Aber trotz der Veränderungen, die in der Tourismusbranche wahrgenommen werden, dürfte etwas auch jeden noch so tief greifenden Wandel überstehen – das deutsche Fernweh.
Via: n-tv.de
Flieger XXL
07. Juli 2008
Über die Wintermonate legen auch gesunde Mitteleuropäer immer ein wenig um die Hüften zu. Diese Entwicklung ist vollkommen normal und sicher für kaum einen Verbraucher ein wirklich ernst zunehmendes Problem. Vollkommen anders sieht die Situation dagegen für viele Übergewichtige aus, die nicht nur 5 oder 10 Kilo zuviel mit sich herumtragen müssen, sondern gleich 50 oder 60 Kilo mehr auf die Waage bringen. Dieser Personenkreis sieht sich nicht nur im Alltag mit großen Problemen und argwöhnischen Blicken konfrontiert, sondern wird diese auch im Urlaub nicht los. Sitzmöbel, die unter dem Gewicht ihren Dienst versagen, sind hier sicher noch das kleinere Übel.
Wesentlich schwerer wiegen bereits die Komplikationen, bevor der Ferienflieger von der Landbahn abhebt. Nicht jeder Übergewichtige findet in den Sitzen der Economy-Class einen Sitzplatz, der am Ende auch wirklich ausreicht, und muss sich so notgedrungen auf das Wohlwollen und Mitleid der Flugbegleiter hoffen, die ihm einen anderen Platz zuweisen. Leider reagieren immer noch zu wenig Unternehmen der Tourismus-Branche auf die wachsende Zahl der Übergewichtigen und passen ihre Angebote den Bedürfnissen dieser Reisegruppe an. Nur selten wird mit dem Thema Übergewicht in diesem Zusammenhang offen und ohne Vorurteile umgegangen. Im Gegenteil, in einzelnen Bereichen dominieren sogar Spott und Ablehnung den Umgang mit zuviel Speck auf den Rippen.
Dabei würde sich eine Abkehr von dieser Haltung durchaus lohnen, denn in der Gruppe der Übergewichtigen steckt sicher ein gewisses Wachstumspotenzial, da nur wenig Übergewichtige sich zu einer Reise überwinden können. Mit entsprechenden Angeboten, die speziell auf diese Zielgruppe zugeschnitten werden, ließe sich hier ein neuer Markt entwickeln.
Via: espace.ch

