Tunesien
18. Januar 2008

Tunesien ist vor allem in Deutschland für Erholung und Urlaub am Strand bekannt. Seit Jahren schon reiht sich in den Touristenzentren zwischen Nabeul und der Insel Djerba eine Bettenburg an die andere. Neben dem Massentourismus mit all seinen Vor- und Nachteilen hat Tunesien aber auch Geschichte(n) und Abenteuer zu bieten: hier stand einst das mächtige Karthago, hier gab es römische Thermalbäder ebenso wie bunte Karawanen, die wie die Berber durch die Wüste Sahara im Süden des Landes zogen.
Der Massentourismus bedeutet für Urlauber in erster Linie: Zimmer in hochwertigen Hotels sind relativ preisgünstig. Je bewusster man in ein Tourismuszentrum wie Hammamet, Sousse, Monastir oder Djerba reist, desto niedriger liegen normalerweise die Hotelpreise. Für Restaurantpreise gilt übrigens meist das umgekehrte Prinzip: je touristischer ein Gebiet, desto teurer sind Speisen und Getränke.
In der Regel bucht man all inclusive und braucht sich während des ganzen Urlaubs keine Gedanken mehr um Zusatzkosten zu machen, die sonst beispielsweise durch einen Flug oder die Verpflegung entstehen würden. Wer angesichts niedriger Preise trotzdem Schnäppchen ergattern will, sollte entweder sehr früh oder sehr spät buchen. Frühbucherrabatte können sich genauso lohnen wie eine last minute Reise. Wer außerhalb der Hauptsaison reisen kann, bekommt ebenfalls häufig Zimmer zum reduzierten Preis. Und haben Sie schon mal an Langzeiturlaub gedacht? Immer häufiger findet man gute und günstige Angebote für einen Aufenthalt all inclusive oder mit Halbpension, der mindestens einen Monat dauert. Sparfüchse reisen außerdem gegen den Trend: Aufenthalte in Ländern, die aktuell weniger oder gar nicht als Reiseland im Trend liegen, sind in der Regel preisgünstiger als Reisen in Trend-Urlaubsländer.
Für Unternehmungslustige gilt in Tunesien übrigens oftmals das gleiche wie für Shopping auf dem Markt: Feilschen erlaubt. Einige Reiseagenturen bieten zwar Festpreise für Ausflüge an, aber selbst dort kann man beispielsweise immer noch Mengenrabatte aushandeln. Aber: Vorsicht bei Angeboten auf der Straße! Der versprochene Ausflug in die Souks kann ganz schnell im versteckt gelegenen Teppichladen des Onkels Ihres Reiseführers enden. Übrigens: beim Feilschen sollten Sie immer überlegen, was Sie tatsächlich bereit sind, für eine Ware oder Dienstleistung auszugeben. Bei Lebensmitteln, zum Beispiel, wird unter Einheimischen auf dem Mark und im Supermarkt in der Regel nicht gefeilscht.


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